BR-KLASSIK – Dvořák: Symphonie Nr 9: "Aus der Neuen Welt", "Heldenlied"

Ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2013

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Eine Aufnahme mit dem BR-Symphonieorchester unter der Leitung von Andris Nelsons.
Nicht nur die Geburtsstadt verbindet den jungen Pultstar Andris Nelsons mit dem Chefdirigenten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Seit 10 Jahren ist der Rigaer auch Privatstudent von Mariss Jansons. Mit Mitte 30 hat Nelsons bereits nahezu alle großen Orchester der Welt dirigiert und wird immer wieder als potentieller Nachfolger für hochkarätige Chefdirigentenpositionen gehandelt. Beim BRSymphonieorchester ist Nelsons regelmäßiger Gast.

Als gemeinsames CD‐Projekt liegt nun Andris Nelsons‘ erste Einspielung symphonischer Werke von Antonín Dvořák vor. Schwerpunkt der CD ist der Mitschnitt eines von Publikum und Kritik umjubelten Konzerts vom Dezember 2010 im Münchner Herkulessaal, in dem die Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ gegeben wurde. Im Bestreben, der nordamerikanischen Kunstmusik ein eigenes Gesicht zu verleihen und sich vom vorherrschenden europäischen Stil zu lösen, beauftragte das US‐amerikanische „National Conservatory“ ausgerechnet den Tschechen Antonín Dvořák, Anstöße für einen genuin amerikanischen Nationalstil zu entwickeln. Eine fast paradoxe Aufgabe, für die sich aber Dvořák als sensibler Virtuose im Umgang mit regional gefärbten Musiksprachen empfahl. Mit ihren Themen aus der böhmischen Volksmusik, die er in einer quasi „amerikanischen“, von Pentatonik und Synkopen geprägten Stilistik umsetzte und im Sinne der deutsch‐österreichischen Symphonik verarbeitete, stand die Symphonie „Aus der Neuen Welt“ schließlich im Spannungsfeld von drei Nationalstilen. Ein Rezept, das von der umjubelten Uraufführung 1893 in der New Yorker Carnegie Hall bis heute mehr als aufgegangen ist.

Vier Jahre nach Dvořáks letzter Symphonie entstand mit dem „Heldenlied“ auch die letzte seiner fünf Symphonischen Dichtungen. Anders als zuvor verzichtete er dabei jedoch auf ein konkretes literarisches Programm – vielmehr schwebte dem Komponisten „ein Geistesheld, ein Künstler“ vor, der im Finale des durchkomponierten Sonatensatzes „den endlichen Sieg der Idee“ feiert.


Andris Nelsons dirigiert Dvořák:

• Symphonie Nr 9 e- Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“
(Herkulessaal, Oktober 2010)
• Heldenlied op. 111 (Philharmonie im Gasteig , April 2012)
Live-Mitschnitte

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Andris Nelsons, Dirigent

Booklet: Deutsch, Englisch

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Mehr Informationen
Komponist Antonín Dvořák
Anzahl Discs 1
Intepret / Orchestra Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent Andris Nelsons