BR-KLASSIK – Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5

Art.Nr.: 90015017

Das BR-Symphonieorchester unter der Leitung von Mariss Jansons in einer Liveaufnahme aus der Philharmonie im Gasteig vom 10./11.03.2016.

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BR-KLASSIK – Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5

 

Erleben Sie das Münchener Konzertereignis vom März 2016 auf CD bei BR-Klassik und genießen Sie die herausragende Interpretation einer der wesentlichsten Kompositionen des internationalen symphonischen Repertoires aus dem frühen 20. Jahrhundert!

 

Dass Gustav Mahler mit seiner fünften Symphonie einen neuen Weg beschritt, darüber herrscht in der Mahler-Literatur von Beginn an bis heute Einigkeit. Schon für die unmittelbaren Zeitzeugen wie den Dirigenten Bruno Walter oder den Musikkritiker Paul Bekker markierte die Fünfte den Beginn einer neuen Schaffensphase, und auch Mahler selbst war sich dieser Tatsache sehr bewusst. Umso mehr verstörte ihn, dass sein Werk bei der Uraufführung im Oktober 1904 in Köln und auch später nicht verstanden und größtenteils negativ beurteilt wurde. 1905 beklagte er sich nach einer erfolglosen Aufführung in Hamburg: „Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.“ Erst nach dem Tod des Komponisten im Mai 1911 setzte sich eine immer größere Wertschätzung des Werkes durch.

 

Heute gilt die Fünfte als eine der beliebtesten Symphonien Mahlers. Einen gewissen Anteil an ihrer Popularität hat Luchino Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ von 1971, deren Filmmusik das weltflüchtige Adagietto eindrucksvoll verwendet: der Satz erfreute sich von Beginn an ungeteilter Zustimmung und avancierte inzwischen zu Mahlers größtem „Hit“, zu dem bekanntesten Einzelstück seines Schaffens.

 

Formal hält sich das Werk nicht an die klassische viersätzige Form, sondern stellt in drei Abteilungen fünf Sätze auf. Konzeptionell greift Mahler auf bewährte Methoden zurück, die er schon bei den großen Vorgängern – der zweiten und dritten Symphonie – verwendet hatte. Den Mittelpunkt des Werks bestimmt ein großes Scherzo von groteskem Humor, der an Jean Paul angelehnt ist. Ruhepunkt der Sinfonie ist das Adagietto, das durchaus charakteristisch für Mahlers ruhige Sätze ist. – Mit der raueren Klangwelt der fünften Symphonie beginnt eine neue Schaffensphase Mahlers, die in der Sechsten weiterentwickelt wird. Gerade die Ausreizung des tonalen Raums weist bereits deutlich auf die Neunte voraus, in der Mahler sich anschickt, die Tonalität aufzugeben und ins Transzendente der Musik überzutreten.

 

Booklet: Deutsch / Englisch

 

Liveaufnahme, Philharmonie im Gasteig München, 10./11.03.2016


Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Mariss Jansons, Dirigent

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Autor / Hrsg. BR-KLASSIK
Material 38