Kurze Zeit vor dem Desaster von Fukushima haben japanische Forscher herausgefunden, dass tausend Jahre zuvor, im Jahr 869 n. Chr. ein ähnlich schweres Beben, gefolgt von einem Tsunami, für Verheerungen gesorgt haben muss. Nach ihren Messungen wiederholt sich ein solches Unglück alle 1000 Jahre. Nachdem inzwischen mehr als 1000 Jahre vergangen sind, müssten die Forscher eigentlich vor dem großen Beben warnen.
Wenige Wochen später erschütterten die Ereignisse in Japan die Welt. Wir Menschen sind auf diesen langen Atem der Natur und auch auf solche plötzliche Gewalt nicht vorbereitet. Es gibt aber menschliche Gemeinwesen und Menschen, die auf die Pranke der Natur achten und auf sie zu antworten wissen. So haben die Holländer ihr Land durch Dämme gegen die mordlustige Nordsee erfolgreich geschützt (so wie sie sich gegen den mörderischen Herzog von Alba verteidigten). Und so sind wir in der Lage, die Zeichen von Fukushima und auch von Tschernobyl wenigstens nachträglich zu lesen.
Mit: Mit Katja Bürkle, Hannelore Hoger, Nico Holonics, Alexander Kluge, Gabriel Raab, Helge Schneider, Helmut Stange, Kathrin von Steinburg, Jochen Striebeck und Alexandra Kluge
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