CD 1: Ludwig II.: Ein Traum von Bayern
Warum der Kini und Bayern zusammengehören: Dass Prinzregent Ludwig sich 1913 als „König Ludwig III.“ auf den bayerischen Thron setzte, wurde ihm damals im Volk verübelt. Schließlich lebte der geisteskranke aber nichtsdestoweniger legitime König Otto I. noch bis 1916. Für viele Bayern war und blieb deswegen König Ludwig II. der letzte „reguläre“ bayerische Monarch. Ein König, der an der „feindlichen Übernahme“ Bayerns durch Preußen 1871 zerbrach. Sein Traumreich der Kunst, das er sich in der Folge schuf, korrespondierte auf bewusste und unbewusste Weise mit dem Traum bayerischer Selbständigkeit, dem manche Bayern bis heute anhängen und der unterschwellig immer noch zum Selbstverständnis und der Eigenart Bayerns gehört.
Mit Original-Musik von Franz Hummel (Komponist des Musicals „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“)
CD 2: Ludwig II.: Ein Traum von Technik
Das erste bayerische Elektrizitätswerk stand in Schloss Linderhof. Es lieferte Strom zur Beleuchtung der Blauen Grotte. Das mittelalterlich anmutende Schloss Neuschwanstein verfügte sowohl über einen der ersten Telefonanschlüsse, als auch über eine Heißluftzentralheizung, fließendes Heiß- und Kaltwasser und über eine Toilette mit automatischer Spülung. König Ludwigs Schlitten hatte eine batteriebetriebene Lampe; außerdem plante der König einen fliegenden Pfauenwagen, der von seinen Zeitgenossen als Spinnerei abgetan wurde, aber nach Ansicht von heutigen Fachleuten durchaus machbar gewesen wäre. Ludwig II. gilt vielen bis heute als ein größenwahnsinniger Phantast. Dass die Visionen des bayerischen Monarchen jedoch meist auf technischem Fundament standen, wissen die wenigsten. Ludwig II. war in vielerlei Hinsicht ein technischer Vorreiter.
Mit Original-Musik von Franz Hummel (Komponist des Musicals „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“)









